GELUNGENE INTEGRATION EINES KRIEGSFLÜCHTLINGS

Christian Lehmann und Adlan Yasaev
V. l. n. r.: Christian Lehmann und Adlan Yasaev

Unser Lehrling, Adlan Yasaev ist 23 Jahre alt und hat heuer im August die Lehrabschlussprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden.

Geboren wurde Adlan in Tschetschenien, er beherrscht die Muttersprache Russisch.

Zuhause konnte er nur insgesamt zirka eineinhalb Jahre die Schule besuchen, da die Gebäude wegen des Bürgerkrieges immer wieder weggebombt wurden Die Familie Adlan (Mutter, Vater und zwei Söhne) ist dann immer weitergezogen, der Krieg ist jedoch nachgekommen.

Seine Mutter und sein älterer Bruder flüchteten zuerst, Adlan dann wenig später mit seinem Vater. Sie sind zu Fuß von Polen nach Tschechien, dann ein Stück mit dem Zug und anschließend wieder zu Fuß weiter ins Burgenland geflüchtet (Ankunft ca. April 2005). Dort blieben sie etwa 2 Monate, bevor es ins Flüchtlingsheim Reichenau nach Tirolweiterging.

Adlan hatte anfangs einen Job als Kellner, bis er eine Baustelle von B+B entdeckte und sich für diese Arbeiten interessierte. Er stellte sich bei B+B vor und konnte innerhalb kurzer Zeit – am 01.04.2012 nach der Einstellung vom Oberbauleiter, Ing. Markus Grünauer und Betriebsleiter, Ing. Otmar Gredler - als Lehrling auf der Baustelle „IKB-Kanalanlage Sillmündung“ starten. Sein Lehrlingsausbilder, Christian Lehmann, kümmerte sich von Anfang an um ihn und unterstützte ihn beim Lernen, sowie bei allen anderen offenen Fragen. Ohne die Hilfe von Christian hätte Adlan es nicht so weit geschafft.

Seit Anfang 2015 lebt Adlan mit Freunden in einer Wohngemeinschaft, seine Familie ist nach Kärnten gezogen. Adlan hat heuer einen Pass beantragt und hofft, dass er diesen bekommt und bleiben kann – für immer!

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